Eine kurze Geschichte der Ewigkeit

In einem Schreibzimmer sitzt ein Wissenschaftler und tippt auf seiner Schreibmaschine. Er schreibt ein Manuskript für ein Buch. Im letzten Kapitel schreibt er den Satz „Ich könnte die Kraft haben, Universen zu erschaffen.“ Nach weiteren Überlegungen kommt er zu dem Schluss, dass er diesen Satz doch nicht in der Veröffentlichung haben möchte. Er fügt die Randnotiz „streichen“ ein. Manch einer fragt sich wieso er dies tat und den Satz nicht einfach strich, doch für den Ausgang dieser Geschichte ist es nur wichtig, dass es so und nicht anders geschah. Denn in dem Moment als er das N in „streichen“ anschlug entstand durch die Energie der auf das Papier treffenden Letter ein schwarzes Loch von der Masse eines Protons für weniger als eine Planck-Zeit.
Doch der Wissenschaftler an seiner Schreibmaschine bekam von all dem nichts mit und schrieb unbeirrt das letzte Kapitel seines Buches fertig. Doch hätte er nicht in seinem Schreibzimmer gesessen sondern wäre in dem gerade entstandenen schwarzen Loch gewesen, so hätte er stark an seiner geistigen Verfassung gezweifelt. Denn dann hätte er innerhalb mehrerer Milliarden Jahre der Expansion und Entwicklung eines dem unseren vergleichbaren Universums zusehen können. Dieses Universum expandierte in von unserer Raumzeit getrennten Dimensionen. So geschah es, dass auch in diesem Universum durch den Tod massereicher Sterne schwarze Löcher entstanden, die wiederum in getrennte Dimensionen expandierten.
In einem dieser schwarzen Löcher sitzt ein Wissenschaftler in einem Schreibzimmer an einer Schreibmaschine.

2 Gedanken zu „Eine kurze Geschichte der Ewigkeit“

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